World Money Fair 2012

Geprägt von Olympia

Ja, auch die 41. World Money Fair, vom 3. bis 5. Februar 2012, war wieder ausgebucht. Und das viele Wochen vor ihrer Eröffnung. Mehr als 300 Aussteller aus 45 Ländern hatten ihr Kommen zugesagt und das waren nur diejenigen, die sich der Öffentlichkeit mit einem Stand präsentierten. Praktisch jeder, der mit Münzen zu tun hat, berücksichtigt die Messe in seinem Kalender, denn inzwischen wissen alle, dass man hier alle trifft: Münzenproduzenten, Münzenhändler, Münztechniker, Münzensammler, Münzverbände und Münzvereine – kurzum, die ganze numismatische Gesellschaft.

Für Münzenliebhaber das wichtigste Jahresereignis

Publikumsmagnet sind vor allem die riesigen Messehallen, in denen sich der Münzenhandel und die Münzstätten mit zahllosen Münzen und Attraktionen vorstellen. Mehr als 300 Aussteller, darunter etwa 50 staatliche Münzstätten und Nationalbanken, kamen in diesem Jahr, um auf 8.000 Quadratmetern ihre Waren zu präsentieren.

Ehrengastland war Olympia-Ausrichter Großbritannien, dessen prächtige Ausstellungsfläche beständig von Besuchern umlagert war. Doch auch die anderen Messeteilnehmer hatten großartige Attraktionen zu bieten. So präsentierte zum Beispiel die Berliner Münzstätte ein neues Verfahren, um private Fotos ins Medaillenrund zu prägen. Der Berufsverband des deutschen Münzenfachhandels drehte unermüdlich am Glücksrad und offerierte Beratungsleistungen, die viele Besucher in Anspruch nahmen. Parallel hielt die südafrikanische Münzstätte für die ganz jungen Sammler, die auf der Jagd nach aktuellen Kleinmünzen für den schön gestalteten “Münz-Passport” vorbeischauten, viele nette Überraschungen bereit.

Ein numismatisches Highlight

Schon am Donnerstag veranstaltete das Auktionshaus Fritz Rudolf Künker die jährliche “Berlin-Auktion” und erzielte Rekordumsätze. Dabei wurden erstmalig alle fünf Varianten der seltenen russischen Familienrubel in einer Auktion gehandelt.

Die Fachmesse

Direkt neben der Publikumsmesse fanden zahllose Treffen und Tagungen des Fachpublikums statt. Hier ging es vor allem um aktuelle Entwicklungen bei der Münzenherstellung. So auch beim “Technical Forum”, das unterdessen zur wichtigsten Konferenz für Prägetechniker avanciert ist. Für die Öffentlichkeit zugänglich war und bleibt das “Media Forum”, bei dem sich jedermann über aktuelle Neuerscheinungen und die kommenden Prägeprogramme informieren kann.

Ein Bericht von Dr. Ursula Kampmann

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