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World Money Fair - Newsletter
 
 

Newsletter 3, November 2012

Liebe Aussteller,

die Zeit rast! Nur noch wenige Monate und wir sehen uns bei der 42. World Money Fair in Berlin. Wir freuen uns sehr über das enorme Interesse und die vielen, vielen Anmeldungen, die uns erreicht haben. Damit ist klar: Auch die kommende World Money Fair wird wieder ein numismatisches Großereignis, das in seiner Vielfalt und Internationalität weltweit einmalig ist.

Umso mehr freuen wir uns, Ihnen schon jetzt etwas mehr über unseren diesjährigen Ehrengast berichten zu dürfen. Von der Monnaie de Paris gibt es so viel zu erzählen, dass wir auch den folgenden 4. Newsletter dazu nutzen werden, das Haus und seine vielfältigen Aktivitäten vorzustellen.

Freuen Sie sich mit uns auf ein randvolles Messeprogramm, viele interessante Tagungen und Konferenzen im Umfeld und ein begeistertes Publikum. In den kommenden Wochen halten wir Sie über unseren Newsletter-Service weiter auf dem Laufenden und freuen uns auf ein fröhliches Wiedersehen in Berlin.

Ihr Organisationsteam der
World Money Fair

 

Frankreich
Ehrengast der World Money Fair 2013 in Berlin
Aus Paris und Pessac berichtet A. M. Beck


Das Gebäude der Monnaie de Paris am Pariser Quai Conti 11

Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass zur World Money Fair ein Land als Ehrengast eingeladen wird. Diese Ehre fällt 2013 Frankreich zu, das nach 1998 zum zweiten Mal als besonderer Ehrengast im Rampenlicht stehen wird. Vertreten wird „La Grande Nation“ in Berlin durch Frankreichs staatliche Prägeanstalt „La Monnaie de Paris“, die mit ihren Prägestätten in Paris und Pessac (Gironde) zu den führenden Münzstätten der Welt gehört. Sie versorgt nicht nur Frankreich, sondern zahlreiche Staaten der Welt mit Zahlungsmitteln. An der Spitze der Monnaie de Paris steht seit April 2007 Christophe Beaux als Präsident und CEO.

Zur Geschichte der Monnaie de Paris
Im Jahre 864 zur Zeit der Karolinger gegründet, blickt die Monnaie de Paris, eine der ältesten französischen Institutionen, auf 1200 Jahre Geschichte zurück. Karl der Kahle zentralisierte damals die französische Münzprägung am Königlichen Hof in Paris. Im Jahre 1358 wurde die für mehr als vier Jahrhunderte geltende Struktur des Münzamtes errichtet, die sich in eine das Münzwesen regulierende Verwaltung einerseits und in staatlich kontrollierte Werkstätten anderseits teilte. 1585 wurden die ersten französischen Medaillen in der „Monnaie de Moulin“ – neben der „Pont Neuf“ – hergestellt. Die heutige Münzstätte am Quai de Conti 11 im sechsten Bezirk gelegen, damals „Hôtel des Monnaies“ genannt, wurde in der Zeit von 1771 bis 1776 vom Architekten Jacques-Denis Antoine errichtet.

Seit 1879 ist festgelegt, dass nur der französische Staat selbst das Recht zur Münzprägung hat. Seit 2007 ist die staatlich französische Prägeanstalt rechtlich als sogenanntes EPIC (établissement public à caractère industriel et commercial) organisiert.

Paris und Pessac
Das Unternehmen verteilt sich auf den Hauptstandort in Paris und seit 1973 auf einen zweiten Standort in Pessac in der Gironde. In Paris, wo Münzen und Medaillen in den Edelmetallen Gold und Silber sowie Orden und Phaleristik hergestellt werden, sind 300 und in Pessac (Gironde), wo die Euromünzen und die Umlaufmünzen für andere Staaten geprägt werden, 200 Personen beschäftigt. Rund 9 Millionen Münzen verlassen jeden Tag die beiden Prägestätten. Die Jahresstatistik weist beeindruckende Zahlen aus. 36,5 Tonnen Silber werden jährlich verarbeitet. 3,1 Millionen Euros für die Regionen werden durchschnittlich pro Jahr hergestellt. 1,5 Billionen Kursmünzen, 120'000 Goldmünzen und 100'000 Medaillen werden jedes Jahr geprägt. Die eigenen Verkaufsräume ziehen pro Jahr rund 200’000 Besucher an. Der Museumsshop am Quai Conti, der pro Jahr rund 200´000 Besucher hat, ist allerdings zurzeit wegen Umbau geschlossen. Die Monnaie de Paris vermeldet zudem rund 36'000 Facebook-Fans und zirka 3000 Pressebeiträge jährlich.

Die Monnaie de Paris als Herzstück
der französischen Prägekunst


Der Innenhof am Quai Conti

Das Gebäude am Quai de Conti 11 in Paris, wo sich auch die Hauptverwaltung befindet, ist das kulturelle Herzstück der französischen Staatsprägeanstalt.
Dort befinden sich die Prägesäle für die Sammlergedenkmünzen und Medaillen, für Kleinkunst und Schmuck sowie das hauseigene Münzenkabinett und die Verkaufsräume.

Im Münzkabinett, das zurzeit des Umbaus leider nicht zugänglich ist, befinden sich rund 30'000 Münzen. Sie dokumentieren vorwiegend die französische Münzgeschichte seit dem 11. Jahrhundert bis heute. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Seltenheiten wie ½ écu de Sully, Probeprägungen aus der Zeit Louis XIII und Louis XIV, Piéfort-Stücke (doppelte Dicke) aus der französischen Renaissance usw.


Ein Blick ins Stempelkabinett

Ergänzt wird das Münzenkabinett durch eine einmalige prachtvolle Sammlung von Prägestempeln. Das Stempelkabinett beinhaltet rund 130'000 Originalstempel und Modelle von 75'000 Medaillen aus dem 19. bis 21. Jahrhundert, Stempel von 30'000 Münzen aus 120 Ländern, 21’000 historische und aktuelle Münzstempel vom 16. Jahrhundert bis heute. Sie sind alle historische Zeugen der französischen Prägegeschichte. Das Stempelkabinett wurde vor einigen Jahren von Paris nach Pessac verlegt, weil es in Paris – in den unterirdischen Räumen der Münzstätte unter dem Wasserspiegel gelagert – für eine schadlose Aufbewahrung ein zu großes Risiko war.

Hohe Handwerkskunst


Spezialisten bei der Arbeit

Bei einem Rundgang durch die Forschungs- und Designabteilung sowie durch die Fertigungshallen wird man Zeuge hervorragender Handwerkskunst. Die neuesten technischen Innovationen und ein sehr hoher ISO-zertifizierter Produktionsprozess garantieren Produkte, die allen Sammlerwünschen und Kundenanforderungen entsprechen. Mit der vorhandenen Spitzentechnologie werden heute zum Beispiel Goldmünzen im Gewicht von 0,5 Gramm und einem Nennwert von 5 € bis hin zu einem Gewicht von 1 Kilo und einem Nennwert von 5000 € hergestellt.

Zu den technischen Innovationen gehört auch die „Microtext“-Technik auf der 2-€- Sammlergedenkmünze „Abbé Pierre“, die zu seinem 100. Geburtstag im Juli 2012 herausgegeben wurde.

Die Monnaie de Paris unterstreicht ihr kulturelles Engagement durch die ständige Zusammenarbeit mit internationalen Designern, Künstlern und Beratern wie etwa Philippe Starck, Karl Lagerfeld und Christian Lacroix. Prachtvolle Kleinkunstwerke zeugen heute von der Produktvielfalt der Monnaie de Paris wie hier der Entwurf von Karl Lagerfeld zum 125. Geburtstag der Modeschöpferin Coco Chanel.

Der zweite Standort der Monnaie de Paris in Pessac


Die Euromünzen sowie Umlauf-Kursmünzen für andere Länder werden am zweiten Standort, in der Prägeanstalt in Pessac (Gironde), hergestellt.

Seit 1973 ist die Zweigstelle der französischen Staatsprägeanstalt in Pessac in Betrieb. Von den rund 1'500 Millionen Münzen, die dort geprägt werden, entfallen ¼ auf Bestellungen aus anderen Staaten. Die technische Ausrüstung der Produktionsmaschinen wird ständig den höchsten Anforderungen und der Entwicklung angepasst. Die Prägestätte in Pessac gehört zu den wenigen weltweiten Unternehmen in der Münzindustrie, die eine dreifache ISO-Zertifizierung, die sogenannte QSE-Wertung (Quality-Safety-Environment / Qualität- Sicherheit-Umwelt) ausweisen können.

 

 
Kontakt
 

 

 

World Money Fair - Newsletter
 
 

Newsletter 3, November 2012

Dear Madam, dear Sir,
Dear exhibitors,

Time is running fast! In a few months we will meet at the 42nd World Money Fair in Berlin. We are very happy to see such a great interest and so many registrations. At this point, it is clear that the next World Money Fair will again be an ultimate numismatic event, unmatched in its diversity and internationality on a worldwide scale.

All the more, we are pleased to let you know a little more about next year's guest of honor. There is so much to tell about the Monnaie de Paris that we will also dedicate the fourth of our newsletters to a presentation of the French mint and its manifold activities.

The fair awaits you with a tightly packed program of activities, a lot of interesting conferences and meetings and a crowd of enthusiastic visitors. We will continue to keep you informed by our newsletter service in the coming weeks and look very forward to welcoming you back to Berlin.

Best regards,

The organization team of the
World Money Fair

 

France
Guest of Honor at the World Money Fair 2013 in Berlin
A. M. Beck reporting from Paris and Pessac


The building of Monnaie de Paris on 11, Quai de Conti in Paris

For many years now, it has been a tradition that one country is invited to the World Money Fair as guest of honor. In 2013 this honor falls to France, chosen as special guest for the second time since 1998. The Grand Nation will be represented in Berlin by the French state mint “La Monnaie de Paris", one of the leading mints in the world with facilities at Paris and Pessac (Gironde). The mint makes coinage not only for France but for many countries throughout the world. At the head of Monnaie de Paris is Christophe Beaux, president and CEO since April, 2007.

About the History of Monnaie de Paris
Founded in 864, in Carolingian times, the Monnaie de Paris – one of the oldest French institutions – looks back on 1,200 years of history. Back then, it was Charles the Bald who centralized coin making at the royal court in Paris. In 1358 the structure of the mint, which would last for four centuries, was established, divided into a regulatory administration on the one hand and minters' workshops controlled by the state on the other hand. The first French medals were struck at the Monnaie de Moulin, next to Pont Neuf, in 1585. The present mint, located in the 6th district at 11, Quai de Conti, – formerly called Hôtel des Monnaies – was built by the architect Jacques-Denis Antoine.

Since 1879 it is regulated by law that the right of minting rests exclusively with the French State itself. Since 2007 the French state mint has been organized as a so-called EPIC (établissement public à caractère industriel et commercial).

Paris and Pessac
The company is based in two locations, its headquarters in Paris and a second facility in Pessac in the Gironde department. A staff of 300 is employed in Paris where coins and medallions in precious metals, such as gold and silver, are made, as well as military orders, medals and decorations. Another 200 employees work in Pessac where the euro coins and circulation coin for other countries are produced. Together, both mints have a daily output of about 9 million coins. The annual statistics contain impressive numbers. 36.5 tons of silver are processed each year. An annual average of 3.1 million coins of the “Euros of the Regions” series are minted here. 1.5 trillion circulation coins, 120,000 gold coins and 100,000 medals are made each year. The company salerooms receive around 200,000 annual visitors. However, the museum shop at Quai de Conti, which normally has about 200,000 customers per year, is closed at present due to the reconstruction works at the mint. In addition, the Monnaie de Paris boasts 36,000 fans on Facebook and about 3,000 press publications per year.

The Monnaie de Paris –
Center of the French Art of Coin Making


The inner courtyard at Quai de Conti

The building on 11, Quai de Conti, in Paris, home of the head office, is the cultural centerpiece of the French state mint.
Besides the workshops where commemorative coins and medals, jewelry and art objects are made, the mint's coin cabinet and the salerooms are located here.

Unfortunately, the coin cabinet is not open to the public while construction is going on. It holds a collection of around 30,000 coins documenting mainly French numismatic history from the 11th century to present times, among them many rarities, such as the ½ écu de Sully, proof coinage from the reigns of Louis XIII and XIV, Piedfort pieces (double thickness) from French Renaissance, etc.


A view of the cabinet of dies

As a supplement to the coin cabinet, the mint owns a unique and superb collection of about 130,000 original dies and die models of 75,000 medals from the 19th and 20th century, dies of 30,000 coins from 120 countries, and 21,000 historical and modern coin dies from the 16th century to the present day – all of them bearing witness to French minting history. The cabinet of dies moved from Paris to Pessac some years ago, because in the Paris mint the collection was kept in cellar rooms below the water table, putting at risk appropriate storage.

Fine Craftsmanship


Experts at work

On a tour of the research & design department and the production halls one can witness outstanding craftsmanship. Latest technological innovations and a manufacturing process meeting highest ISO standards ensure that the products come up to the expectations of collectors and requirements of customers.

To give an example, cutting-edge technology today allows the production of gold coins ranging between a weight of 0.5 gram and a face value of € 5 and a weight of 1 kilo and a face value of € 5,000.

Another innovation is the “Microtext” technology used in the making of the 2 € “Abbé Pierre” commemorative coin, issued on occasion of the priest’s 100th anniversary in July 2012.

The Monnaie de Paris makes a point of its commitment to culture by cooperating on a regular basis with international designers, artists and consultants, such as Philippe Starck, Karl Lagerfeld and Christian Lacroix. Small and splendid works of arts are proof of the immense variety of products supplied by Monnaie de Paris, for example, the design by Karl Lagerfeld created to celebrate the 125th anniversary of fashion designer Coco Chanel.

The Second Location of Monnaie de Paris in Pessac


The euro coins and circulation coins for other countries are minted at the second location of the mint, at the facilities in Pessac (Gironde).

The branch of the French state mint in Pessac has been in operation since 1973. One-fourth of the 1.5 billion coins manufactured at Pessac account for currency ordered by other countries. The technical equipment of the minting machinery is constantly being adapted to the highest standards and latest developments. The factory at Pessac is one of the few companies in the minting industry worldwide to have achieved triple ISO certification – the so-called QSE (quality-safety-environment) certificate.

 

 
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